Zuse-Museum Hoyerswerda soll geschloßen werden

Mit Bedauern haben wir die Meldung zur Kenntnis genommen, dass das Zuse-Computermuseum (ZCOM) schließen soll.

Im ZCOM wird nicht nur das Leben und Wirken von Computer-Pionier Konrad Zuse gewürdigt, der unter anderem auch in Hoyerswerda lebte und arbeitete. Es wird auch generell die Geschichte der Computerei beleuchtet und dabei insbesondere auch auf ostdeutsche und DDR-Rechentechnik geschaut. Außerdem wird die Verbindung von Computern und Kunst beleuchtet, denn Konrad Zuse war auch als Maler aktiv.

Die Nachricht von der anstehenden Schließung hat uns überrascht und auch geärgert. Gerade in Zeiten der Digitalisierung und der immer größeren Durchdringung des Alltags mit digitaler Technik, halten wir es für ein fatales Signal, wenn Bildungsthemen in diesem Bereich in Frage gestellt werden. Der Grund für die angekündigte Schließung sind wohl wie so oft finanzieller Natur. Dabei wäre gerade Bildung ein Bereich, an dem wir als Gesellschaft nicht sparen, sondern im Gegenteil, noch mehr investieren sollten.

Den Nachrichten ist zu entnehmen, dass die Suche nach potentiellen Sponsoren noch läuft und die Betreiber des Museums die Hoffnung wohl noch nicht aufgegeben haben. Wir möchten an dieser Stelle ausdrücklich die Daumen drücken und hoffen, dass die Schließung des Museums doch noch abgewendet werden kann.